Wer Leben will, muss wohnen k├Ânnen ÔÇô
Deshalb fordern wir:

Bis 2025: Bereitstellung von 5.000 zus├Ątzlichen Wohnungen, die bezahlbar und behindertengerecht sind.

Der aktuelle Koalitionsvertrag sieht zwar die Finanzierung von 400.000 Wohnungen inklusive 100.000 Sozialwohnungen j├Ąhrlich vor, Menschen mit Behinderung und die Notwendigkeit nach barrierefreiem Wohnraum werden aber leider nicht ber├╝cksichtigt. Aus diesem Mangel ergeben sich unsere Forderungen, die durch verschiedene Ma├čnahmen von Politik, Gesellschaft und Verwaltungen umgesetzt werden sollen.

Mindestens 1.000 davon sollen der DIN-Norm 18040 (barrierefrei) entsprechen.

Wie k├Ânnen Sie aktiv werden?

Nicht nur in der Gesetzgebung m├╝ssen Menschen mit Behinderung bei der Wohnraumknappheit ber├╝cksichtig werden, auch die Gesellschaft muss f├╝r die Problematik sensibilisiert werden. Als ersten Schritt ist es uns deswegen wichtig, Aufmerksamkeit f├╝r die Situation der Menschen mit Behinderung zu schaffen. Dabei k├Ânnen Sie uns ganz einfach unterst├╝tzen: Sprechen Sie mit Ihren Mitmenschen und machen Sie andere auf Verb├Ąnde wie DIE INITIAIVE aufmerksam.

Mit unserem gemeinsamen Engagement k├Ânnen wir Menschen mit Behinderung mehr Lebensqualit├Ąt geben!

Eine Kampagne, um die Barrieren bei der Wohnraumsuche abzubauen

Die Wohnraumsuche stellt derzeit f├╝r viele eine gro├če Herausforderung dar, denn Wohnraum ist knapp. Menschen, die es dabei ohnehin schon immer schwer hatten, werden jetzt mehr und mehr davon ausgegrenzt. Besonders betroffen von dieser Diskriminierung sind Menschen mit Behinderung. Ihre Situation wird zus├Ątzlich versch├Ąrft, da zwei weitere wesentliche Probleme dazukommen:

  1. Der Mangel an behindertengerechten, insbesondere barrierefreien Wohnungen.
  2. Fehlende finanzielle Mittel, da Menschen mit Behinderung h├Ąufig wenig bis keine Einnahmen haben und die wenigen verf├╝gbaren Wohnungen, die behindertengerecht sind, meistens das Budgets deutlich ├╝bersteigen. 

Damit wird die Wohnraumsuche f├╝r Menschen mit Behinderung derzeit weder den Anforderungen des BTHG noch Artikel 19 der UN-BRK gerecht und stellt eine kaum ├╝berwindbare Herausforderung f├╝r Betroffene dar. Besonders relevant ist diese Problematik f├╝r Menschen, die in besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe leben, also Menschen, die selbstbestimmt wohnen m├Âchten und k├Ânnten ÔÇô wenn es genug Wohnraum g├Ąbe. Aktuell betrifft das in Deutschland rund 200.000 Menschen. Vor allem f├╝r diese Menschen ist der eigene Wohnraum jedoch der Grundbaustein, um im Sozialleben teilnehmen zu k├Ânnen und damit entscheidend f├╝r das Erreichen der sozialpolitischen und gesetzgeberischen Ziele.

Das zeigt zweifellos: Hier besteht dringender Handlungsbedarf, um die Grundlage f├╝r eine erfolgreiche, wirksame Inklusion zu bilden.

Schon vom Bundesteilhabegesetz geh├Ârt?

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) ist eine gesetzliche Regelung, die durch verschiedene Ma├čnahmen Menschen mit Behinderung mehr M├Âglichkeiten der Teilhabe (im Arbeitsleben, Sozialen und am Bildungsangebot) geben und ihnen so ein selbstbestimmteres Leben erm├Âglichen sollen.

Schon von Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention geh├Ârt?

Ein ├Ąhnliches Ziel wie das BTHG verfolgt auch Artikel 19 der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK): Demnach sollen Mensch mit Behinderung unabh├Ąngig leben k├Ânnen und eine vollst├Ąndige Einbeziehung in die Gemeinschaft und dadurch eine leichtere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben haben. Unter anderem betrifft das auch das Recht, selbst entscheiden zu k├Ânnen, wo und mit wem man leben m├Âchte.

Das Problem in Zahlen

125.000

Rund 125.000 Wohnungen fehlten 2019 insgesamt in Baden-W├╝rttemberg

8 Mio.

Fast 8 Mio. Menschen mit schwerer Behinderung leben in Deutschland, davon knapp 1 Mio. in Baden-W├╝rttemberg

2%

2% der Wohnungen in Baden-W├╝rttemberg erf├╝llen alle Kriterien der Barrierefreiheit

15%

15% der Wohnungen in Baden-W├╝rttemberg haben einen barrierefreien Zugang

2-3 Jahre

2-3 Jahre dauert die durchschnittliche Wohnungssuche f├╝r Menschen mit Behinderung in St├Ądten wie Stuttgart, Karlsruhe oder Freiburg